Bemerkenswert

Lebensretter Smartphone

Ja, schon klar … Unfall, Smartphone raus, Hilfe rufen … Was aber, wenn man selbst einen Unfall hat und Hilfe braucht. Im besten Fall findet sich auch hier jemand, der den Notruf wählt. Oft aber würden weitere Informationen zum Verunfallten (was für ein Wort!) den Rettern die Arbeit wesentlich erleichtern und im Optimalfall Leben retten: Blutgruppe, Allergien, aktuell eingenommene Medikamente oder weitere medizinische Informationen.

Seit Android Version 7 (Nougat) können solche Notfall-Informationen für jedermann zugänglich auf dem Smartphone abgespeichert werden. Wie das geht, wird im Folgenden beschrieben:

1. Zunächst über das Zahnradsymbol die allgemeinen Einstellungen öffnen.
2. In den Einstellungen auf den Eintrag „Nutzer“ tippen.

WP_HandyNotfall_1_tmb

3. Auf dem nächsten Bildschirm „Nutzer“ auf „Notfallinformationen“ tippen.

WP_HandyNotfall_2_tmb
4. Nun öffnet sich ein Bildschirm auf dem im Register „Info“ die gewünschten persönlichen Informationen eingetragen werden können. Im Register „Kontakte“ können zudem Kontakte (mit Telefonnummern) hinterlegt werden, die im Notfall zu benachrichtigen sind.

WP_HandyNotfall_3_tmb

Damit ist die Eingabe der Notfallinformationen abgeschlossen.

5. Ab sofort sind die eingegebenen Informationen für jedermann über den Bildschirm zur Eingabe des Entsperr-Pins oder -musters erreichbar. Dort findet sich nun am unteren Bildschirmrand das Wort „Notfall“

WP_HandyNotfall_5_tmb

6. Mit Tipp auf „Notfall“ wird auf dem nächsten Bildschirm am oberen Rand das Wort „Notfallinformationen“ angezeigt.

WP_HandyNotfall_6_tmb

7. Mit einem Doppeltipp auf diesen Begriff öffnet sich die Seite mit den rettenden Informationen!

WP_HandyNotfall_7_tmb

Bleibt nur zu hoffen, dass diese Information auch unter den Rettern bekannt gemacht wird!

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Bemerkenswert

Allmechd, no a blog

Was soll’s?!

Was habe ich mit diesem Blog vor? Na ja, der Titel sagt ja eigentlich schon alles. Und da sind wir schon mittendrin … „Stefans Nodizblog“ [⁠’ʃdɛfans no’didsblog] … Der Titel des Blogs hat seine Wurzeln in meiner fränkischen Heimat und begeistert durch dialektische Phonetik in einer virtuos doppeldeutigen Harmonie mit dem Wörtchen „Blog“.

Frängisches Scheifala
… genauso fränkisch nur deutlich fetter als der Autor! (Bildquelle)

Äh … wo war ich? Ach ja, was will ich mit dem Blog? Es soll mein Notizbuch zu unterschiedlichsten Gedanken, Erlebnissen, Ereignissen aus meinem Alltag sein und den ein oder anderen zum Lachen, Nachdenken, Schreiben anregen … nicht mehr und nicht weniger.

In diesem Sinne viel Spaß! Ich freue mich auf positive Rückmeldung!

Servus!

Mein Becher und ich

Seit ein paar Wochen habe ich meinen Kaffeekonsum eingeschränkt. Anstatt das Zeug täglich am Arbeitsplatz in Mengen und ohne jeden Genuss runterzukippen, gönne ich mir mittlerweile nur noch ein- bis zweimal täglich eine Portion Koffeein. Dann aber sollte es auch schmecken, was angesichts des exorbitanten Angebots an „Kaffeezubereitungsfachbetrieben“ auf meinem täglichen Weg zur Arbeit kein unlösbares Problem ist. Über die an vielen Stellen diskutierte, gelobte umd verteufelte Vielfalt an Variationen des ursprünglich braunen Getränks will ich mich hier nicht mehr auslassen. Nein, was mich vielmehr beschäftigt hat, war die erstaunliche Sammlung an Bechern, die ich innerhalb kürzester Zeit angesammelt hätte … hätte ich sie denn aufgehoben. Hab‘ ich aber nicht. Weg damit! Zweimal täglich, fünf Tage die Woche … na ja, ab hier kommt jeder selber klar, oder?

Allein in Deutschland werden so 320.000 Einwegbecher pro Stunde (!) benutzt und weggeworfen. Im Jahr rund 2,8 Milliarden. Das entspricht fast 40.000 t Müll aus Bechern und Deckeln.

Grund genug, sich einen Mehrwegbecher anzuschaffen. Aber funktioniert das? Ständig das versiffte Ding rumschleppen? Und wird so ein Becher wirklich überall befüllt?

JA! Es funktioniert. Für zugegeben stolze 10 EUR habe ich mir einen Becher aus recyclebarer Bambusfaser zugelegt. Zwar sind Deckel und Hitzeschutz aus Silikon, aber das Ding soll ja auch einige Zeit halten. Und was soll ich sagen, ich finde es klasse. Noch kein Laden (vom kleinen Bäcker ums Eck über den Bioshop bis zur Kaffee-Kette am Bhf) hat die Befüllung verweigert. Mit einem kleinem Stöpsel lässt sich das Trinkloch im Deckel verschließen, bei nächster Gelegenheit ausspülen … bereit für den nächsten Einsatz!

Mittlerweile habe ich ihn richtig lieb gewonnen, meinen eigenen besonderen Becher!

Zur Nachahmung dringend empfohlen. Denn Kleinvieh macht ja bekanntermaßen auch Mist … oder eben gerade nicht!

Ausgedieselt?

Das Ende einer verklärten Leidenschaft

W123 – 200D … mehr braucht es eigentlich nicht, um (fast) jeden mittlerweile Mittvierziger schlagartig in seine Kindheit zurückzuversetzen.

Damit hat auch bei mir Anfang der 80er alles begonnen. 60 PS, die rund eineinhalb Tonnen Metall – wenn überhaupt – nach einer gefühlten Ewigkeit auf Tempo hundert beschleunigt haben. Die ewig verrußte linke Heckleuchte, der nagelnde Sound. Es war … es war … ein Wechselbad der Gefühle. Klar, es war cool mit Papi im Benz rumzukurven. Es war aber halt auch peinlich, wenn so gar nichts vorwärts ging und jeder Lkw zur echten Herausforderung wurde, die nur durch vorausschauendes Fahren und kilometerlanges Anlaufnehmen bewältigt werden konnte.

Alte Diesel-Zapfsäule

Und trotzdem hat es mich entzündet. Mein erstes eigenes Auto und mein ganzer Stolz war dann ein E-Kadett 1.6D (54 PS). Eben auch ein Diesel, der mich mit entsprechender Geduld überall hingebracht hat.

Dann der Knaller … ein Golf III TDI (90 Turbo-PS). Ich werde nie das blanke Entsetzen im Gesicht meines Vaters bei der ersten gemeinsamen Spritztour vergessen … „Das ist ja eine Rakete“. Spätestens zu diesem Zeitpunkt bin ich dem Diesel verfallen. Plötzlich war flottes Fahren möglich, der Spritverbrauch war phänomenal niedrig (rund 5 Liter) und der Diesel ja quasi staatlich subventioniert … soll heißen einfach billig. Eine richtige Spaßmaschine. Dass auch hier noch kubikmeterweise Rußwolken aus dem Doppelauspuff geblasen wurden, hat mich eher selten nachdenklich gemacht.

Mittlerweile ist es ein familientauglicher Passat TDI Variant (140 PS) geworden, der kaum mehr Sprit verbraucht, neben dem Golf III TDI aber daherkommt wie die Enterprise neben Raumschiff Orion. Und hinten rußt nix mehr raus … saubere Sache … sollte man meinen. Aber … na ja, der Rest ist bekannt.

Und was soll ich sagen? Mir ist die Lust am Dieseln kräftig vergangen. Wieder einmal wird mir übel von all dem Geklüngel, Lobbyieren, Betrügen, Vertuschen und Verarschen. Verbrauchs- und Abgaswerte, die in realitätsfernen Laborbedingungen ermittelt wurden. Pkw, die um das zigfache mehr Schadstoffe ausstoßen als ein (moderner) Lkw … geht’s eigentlich noch?

Leider ist der Diesel zum Begründer des SUV- und PS-Wahnsinns verkommen. So lassen sich 2-Tonnen Hightech-Kolosse mit 250 PS und mehr mit „nur“ acht Litern durch die Gegend heizen, was mit einem Benziner nicht denkbar ist. Was hinten rauskommt sieht ja keiner.

Wäre es nicht zeitgemäßer, kleine Autos zu entwickeln, die vielleicht nur noch 2 Liter verbrauchen? Von alternativen, bezahlbaren und alltagstauglichen Antriebstechniken will  ich erst mal gar nicht reden. Ach ich Schelm … kleine Autos und deutsche Autofahrer … geht natürlich nicht. Es muss schon der X6 neben dem Cayenne auf dem Rewe-Parkplatz zur Schau gestellt werden. Außerdem was würde denn die Mineralöl-Lobby dazu sagen?!

Es tut mir weh, aber mittlerweile sehe ich die Klage der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und das Urteil des Verwaltungsgerichts in Stuttgart als ein Signal in die einzig richtige Richtung … Schade Diesel … das war’s dann wohl bald mit uns.

Flüchtlinge? Italien schafft das schon.

EU ist sich einig, Italien im Regen stehen zu lassen.

Bei einem Treffen in  Tallin (Hauptstadt von Estland) waren sich die Mitgliedsstaaten der EU erstaunlich einig … und was ist daran schlimm? Nun, es ging wieder einmal um das leidige Thema „Flüchtlinge“. Gemeinsam hat man beschlossen, Italien mit der täglichen Misere hunderter anstrandender oder schiffbrüchiger Flüchtlinge im Regen stehen zu lassen. Nein, es werden keine weiteren Mittelmeerhäfen zur Rettung und Aufnahme von Flüchtlingen in anderen EU-Ländern geöffnet. Warum auch? Italien schafft das schon.

Flüchtlingsboot
Tägliches Leid in Lampedusa (Bildquelle)

War es nicht vor einigen Monaten auch Deutschland, das EU-Mitgliedsstaaten zur Aufnahme von Flüchtlingen aufgefordert hat? Wurde nicht auf die gemeinsame Verantwortung in dieser Tragödie hingewiesen?

Na ja, anders betrachtet: Deutschland erhöht die Zahl der Flüchtlinge, die man Italien monatlich „abnimmt“ um 50% … WOW … von 500 auf 750 … WAS? Na prima, da bleiben Italien ja nur noch 13.977 pro Monat, wenn man von den genannten 85.000 Flüchtlingen im Zeitraum Januar bis Juli 2017 ausgeht. Immerhin „will die Bundesregierung eine Million Euro zusätzlich zur Bewältigung der Flüchtlingskrise bereitstellen, sowie vier Millionen der Internationalen Organisation für Migration für deren Engagement in Marokko und Tunesien zusagen.“ (Quelle: ZEIT ONLINE vom 06.07.2017)

Natürlich ist jede Hilfe gut, allerdings finde ich es mehr als beschämend, sich aus einer derart fundamentalen Verantwortung freikaufen zu wollen. Hat die EU nicht vor kurzem den Friedensnobelpreis erhalten? Manchmal frage ich mich warum!

 

Quellen: